Justus-von-Liebig-Schule Göppingen

Berufliche Eingliederung für Förderschüler/innen

Übergang von der Schule in den Beruf (BVE)

Möglichkeiten für Förderschülerinnen und Förderschüler

Zielgruppe und Hintergrundinformationen

Förderschüler sind junge Menschen, die aufgrund persönlicher Voraussetzungen, ihrer Lebenssituation und der von ihnen ausgebildeten Erlebens- und Verarbeitungsweisen eines besonderen pädagogischen Zugangs hinsichtlich der beruflichen Eingliederung und Orientierung bedürfen. Im Gegensatz zu Abgängern aus Klassen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, werden Förderschulabsolventen mit Erreichen der Volljährigkeit uneingeschränkt geschäfts- und rechtsfähig. Bezüglich der Unterstützungsleistungen zur selbständigen Lebensführung bedeutet das auch, dass Abgänger aus Förderschulen nichtbehinderten Menschen gleichgestellt sind.

Berufliche Eingliederung und Lebensvorbereitung

Die sonderpädagogischen Bildungsangebote für junge Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf sind hinsichtlich der Berufs- und Lebenswegeplanung intensiv am Individuum ausgerichtet. Dafür steht die Kompetenzanalyse. Ein handlungsorientiertes Verfahren zur Analyse persönlicher Fähigkeiten, Fertigkeiten und Motive als Grundlage der beruflichen Förderplanung. Ebenso große Bedeutung haben für die Bildungsangebote an Förderschulen die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, Selbstorganisation und Problembewältigung in der Lebenswelt. Insbesondere sollen gefördert werden:
• Persönliche Kompetenzen (z. B. Selbsteinschätzung)
• Soziale Kompetenzen (z. B. Team- und Konfliktfähigkeit)
• Methodische Kompetenzen (z. B. Arbeitsorganisation)
• Lebenspraxis (z. B. Zeit- und Geldmanagement, Suchtprävention)
• Interkulturelle Kompetenz (z. B. Werteorientierung, Toleranz)
• Medienkompetenz (z. B. kontrollierte, zielgerichtete Anwendung)